Samstag, 16. Mai 2026

Ice Ice Bookie

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Ice Ice Bookie | Anny Thorn | Kapenwand Verlag | ISBN 978-3986602536 | 450 Seiten | 21,90 €



Nach dem ultimativen Vertrauensbruch lässt die sonst so lebensfrohe Kira alles hinter sich und erfüllt sich endlich den größten Traum auf ihrer Bucketlist: ihr eigenes Büchercafé.

Viel zu lange hat sie sich selbst hinten angestellt. Jetzt ist sie dran – nicht als Nebendarstellerin in fremden Geschichten, sondern als Hauptfigur in ihrer eigenen. Doch kaum hält sie die Schlüssel zu ihrem neuen Leben in der Hand, flattert nicht nur die Hochzeitseinladung ihrer Mutter herein, sondern auch ein grumpy Eishockeyspieler samt Golden Retriever, der sich tatsächlich über ihr Einrichtungskonzept beschwert.

Gavin ist zwar Dog Dad und ein großer Bücherliebhaber – aber ansonsten das Gegenteil von dem, was Kira als freundlich bezeichnen würde. Und doch gehen sie ihre ganz eigene Wette ein: Während Kira überzeugt ist, dass sich für eine chaotische, curvy Frau mit gebrochenem Herzen ohnehin niemand als Hochzeitsbegleitung findet, wittert Gavin seine Chance.

Schafft er es, ihr ein Date für diese absurde Hochzeit zu besorgen, muss sie das Mobiliar ihres Cafés ändern. Allerdings war nie Teil der Abmachung, dass Gavin plötzlich beginnt, Punkt für Punkt Kiras geheime Bucketlist zu erfüllen. Oder ihr beim Flirtenüben näherkommt, als sein Cowboy-Hut es zulassen sollte. Wer wird die Wette gewinnen?

Und wer verliert dabei sein Herz?






„Ice Ice Bookie“ ist der dritte Band der Ashton Beavers Reihe und allein der Anfang ist so gut geschrieben, dass ich direkt mit Kira mitfühlen konnte.

Kira ist eine Plus Size Frau, genau wie ich als Leserin und grade deshalb haben mich die Kommentare, Sätze und Abwertungen, die sie erlebt hat, doppelt mitfühlen lassen.
Und das ist der Punkt, wo ich schon sagen konnte, dass diese Geschichte großartig wird.
Wann hat man in einem Romance Buch schon mal eine Plus Size Protagonistin?

Anny Thorn schafft in diesem Buch also etwas, was in vielen anderen Büchern immer noch fehlt. Realismus von Körperformen.
Damit hat mir nicht nur der Einstieg gut gefallen, sondern wie auch das Thema immer wieder aus Kiras Sicht behandelt wurde, wie sie darüber nachgedacht hat etwas zu tun oder eher nicht zu tun, aus Angst vor Kommentaren oder Abwertungen, wie ein einzelner Spruch, der für jemanden nur 3 Sekunden dauerte in ihr ein Leben lang nachhallt.
Immer wieder kann man sehen, was diese Kommentare mit Menschen machen. Ebenso, wie Menschen real und online mit anderen umgehen, die nicht der Norm angehören.

Auch wird gut beleuchtet, wie lange Kira in einer missbräuchlichen Beziehung steckte und wie lange sie darin abhängig war, ehe der Schmerz zu groß wurde und sie anfing alles hinter sich zu lassen. Trotzdem ist sie eine sehr laute, bunte und lebensfrohe Person.

Mit Gavin fängt es dann richtig an zu knistern und ich liebe ihre verbalen Schlagabtausche, wie sie sich anfänglich streiten und gleichzeitig merkt man schon, wie sehr sie sich mögen. Er ist ein klasse Protagonist und seine Geschichte bleibt recht lange subtiler, wieso er sich nicht verlieben will.
Seine Angst dahinter war spannend zu lesen und wie lange er das Thema mit sich herum trägt bis auch er es lösen kann.

Beide sind zusammen einfach nur ein Traumpaar, was vor allem in den Momenten deutlich wird, als sie zusammen alleine sind. Nicht nur, wie Gavn für Kira da ist, sondern auch wie er mit ihr umgeht.

Die Entscheidung am Ende war wirklich nicht einfach und Kiras Entscheidung kann ich auch sehr mitfühlen.

Die Charaktere aus den vorherigen Bänden bekommen auch immer wieder ihre Auftritte und gehen nicht verloren, so dass man auch erfährt, wie es in ihrem Leben weiter geht.

Mein einziger und größter Kritikpunkt am Buch: Es war mega cringe die „Werbung“ über einen realen Shop mit einer realen Person als Nebencharakter zu lesen. Product Placement hat hier sehr laut mit dem Neonschild gewunken und es war nicht schön zu lesen.
Ich verstehe, dass man jemanden würdigen möchte oder danken möchte dafür, aber es fühlt sich beim Lesen absolut falsch an und hat mir dann auch den Moment der Szene zerstört.
Bitte, einfach nein.

Bis auf diesen Punkt kann ich das Buch jedoch wärmstens ans Herz legen.

Rezept zum Buch









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