Warum kämpfen dann so viele Frauen jahrelang um überhaupt operiert zu werden?
Im Reel von @greta.balance fiel dieser Kommentar und ich möchte ihn aufgreifen, um mal die Realität zu zeigen, wie "schnell" eine OP bei Lipödem passiert.
• jahrelange Schmerzen seit der Teenagerzeit (mit 15 fing es an und mit 30 Bekam ich die Diagnose, jetzt sind 6 Jahre seitdem rum)
• Kompression
• Lymphdrainage
• Bewegungstherapie
• Gutachten
• Ablehnungen der Krankenkasse
• vier selbst finanzierte Operationen
• und ein Gerichtsverfahren gegen meine Krankenkasse.
Von "zu schnell operiert" war ich sehr weit entfernt.
Ende Juni war ich beim Tag der offenen Tür von @cg.lympha mit tollem Austausch von uns operierten Patientinnen ( @faltenoma u.a.)
Dort wurde ebenfalls über die neue Kassenleistung gesprochen.
Auf den ersten Blick klingt sie wie ein riesiger Erfolg.
Aber inzwischen warnen immer mehr Fachzentren wie @lipocura oder auch @ruthleitenmaier_rule vor einem anderen Problem:
Die neuen Vergütungssätze decken den tatsächlichen Aufwand einer Liposuktion kaum ab.
Gleichzeitig bleiben die Voraussetzungen hoch.
Dann haben Betroffene zwar einen gesetzlichen Anspruch. aber keinen Operateur.
Das eigentliche Problem beim Lipödem ist deshalb nicht, dass zu viel operiert wird, sondern dass viele Frauen jahrelang kämpfen müssen, um überhaupt eine Behandlung und Diagnose zu bekommen.
Die OP war kein Luxus.
Sie war meine Chance, wieder schmerzärmer zu leben.
Wer behauptet, Lipödem-Betroffene würden leichtfertig operiert, kennt weder den Weg bis zur Operation noch die Hürden danach.
Ein Anspruch auf Behandlung ist wertlos, wenn am Ende niemand mehr da ist, der sie durchführen kann.


















