Wir kennen dieses Bild auch aus Serien wie Gilmore Girls. 🍕☕
Lorelai und Rory Gilmore leben gefühlt von Pizza, Burgern, Süßigkeiten und Kaffee. Ihr Essverhalten ist kein Makel. Sie sind die Frauen, die richtig reinhauen können und trotzdem dem Schönheitsideal entsprechen.
Aber wäre dieses Essverhalten genauso charmant geschrieben worden, wenn beide dick gewesen wären?
Nicht, weil ich keinen Appetit hatte.
Nicht, weil ich auf Diät war.
Sondern weil andere Menschen da waren.
Also habe ich gewartet und ausgehalten, bis ich zu Hause war. Bis ich unbeobachtet war. Bis Essen wieder etwas Privates war.
Und rückblickend finde ich genau das ziemlich erschreckend.
Denn niemand sollte sich einen vermeintlich „sicheren“ Ort suchen müssen, um ein menschliches Grundbedürfnis zu erfüllen.
Wenn man oft genug erlebt oder gesehen hat, wie über dicke Körper gesprochen wird, beginnt man irgendwann, die Kommentare vorwegzunehmen.
Man trägt die mögliche Bewertung bereits im eigenen Kopf mit sich herum. Beim Bestellen. Beim Einkaufen. Beim Essen. 🍽️
Heute weiß ich:
Ich muss mir Essen nicht verdienen und ich muss vor niemandem beweisen, dass das Essen auf meinem Teller zu meinem Körper passt.
Vielleicht sollten wir deshalb viel weniger darüber sprechen, was dicke Menschen essen und viel mehr darüber, warum wir ihnen überhaupt das Gefühl gegeben haben, sich dabei beobachtet fühlen zu müssen.
Fotos: @simply_photo_by_miro und @bloom.obscura










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