Montag, 26. Oktober 2026

Literally in Love

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Literally in Love | Teresa Sporrer | Loomlight Verlag | 17,00 € | 978-3522900263 | 448 Seiten



Mina liebt Bücher und das Schreiben von spicy Monster-Romances unter Pseudonym. Ihr Leben in Salzburg könnte perfekt sein, wäre da nicht Viktor: Der attraktive, aber mürrische Neffe ihrer Chefin übernimmt die Buchhandlung – und wird zu Minas neuem Boss. Als eine von Minas pikanten Geschichten versehentlich in Viktors Postfach landet, ist das Chaos perfekt. Zwischen Fake-Dating und literarischen Geheimnissen müssen Mina und Viktor herausfinden, ob sie mehr verbindet als nur die Liebe zu Büchern ...







Ein neues Buch von Teresa Sporrer mit Herbstvibes und einer cozy Romance. Das Buch eignet sich perfekt für die verregneten Herbsttage mit Tee, Kuchen und Kuscheldecke.

Der Slow Burn im Buch ist auch Slow Burn und die Beziehung zwischen Mina und Viktor entwickelt sich nur langsam.

Fast ein bisschen zu langsam und aus dem Handlungsstrang, dass sie ihm versehentlich ihre spicige Monsterromance schickt wird nicht viel gemacht. Es fällt nach ein paar Seiten hinten über und dafür, dass es damit groß beworben wurde, hatte ich erwartet, dass mehr draus wird.

Mina als Protagonistin war für mich an manchen Stellen nicht greifbar.
Sie ist sympathisch, etwas Vorlaut und direkt. Auch ihre Familiensituation ist nachvollziehbar. Worin ich sie nicht verstanden habe, ist die Kommunikation.
Bei dem Fehler mit dem versehentlichen Manusskript ist es zwar peinlich, aber eine Entschuldigungsmail hätte das direkt geklärt.
Auch verstehe ich nicht, wieso sie nicht von Anfang an offen mit ihren besten Freundinnen ist, welches Problem sie mit Viktor hat und was sie im Laden gehört hat.
Ich kann sie hier leider weniger als Sunshine Part empfinden.
Sie struggelt sehr viel, was sie als Charakter greifbar macht, trotzdem fehlte mir ein bisschen Entwicklung bei ihr.
Teils driftete sie mir zu sehr in die Negativität ab, dass sie kein Mensch sei in den man sich verlieben würde und dass Leute negativ auf ihre Tattoos und Piercings reagieren würden.
Da ich selbst Tattoos und Piercings habe, habe ich nicht den Eindruck, dass es heute noch jemanden interessiert, außer man ist in einer sehr streng konservativen Umgebung unterwegs.
Ansonsten hätte diese Negativität nicht sein müssen, da ich keinen Grund gesehen habe, wieso Mina nicht liebenswert sein sollte.

Viktor wirkt auf mich weniger grumpy als einfach nur ruhig.
Da man aber nur Minas negative Perspektive zu ihm sieht, wirkt es wie ein „Grumpy“. Er liebt den Buchladen und auch, wenn er keine Ahnung davon hat, möchte er ihn weiterführen und am Leben erhalten.
Seine Familiensituation, sein Leben und auch die Herausforderungen, mit denen er im Leben kämpft, erklären für mich vieles an seinem Verhalten und machen ihn zu einem sympathischen, reifen Charakter.
Er ist kein Mensch, der sich sofort öffnet oder seine Gefühle offen zur Schau stellt. Vielmehr muss man hinter seine zurückhaltende Fassade blicken, um zu erkennen, wie viel ihm tatsächlich an anderen Menschen und dem Buchladen liegt.
Ich mochte seine erwachsene Art sehr und hätte mir auch Kapitel aus seiner Sicht gewünscht.

Das Fake Dating der beiden blieb recht unspektakulär und hatte wenig knisternde Funken. Zudem wird das Thema auch nur kurz angerissen, dass es in wenigen Kapiteln auch schon wieder zu Ende war. 
Da hatte ich mehr Flirtatmosphäre erwartet, längeres Fake Dating und vor allem vielleicht auch am Arbeitsplatz mehr Funken zwischen den beiden, da es als Workplace Romance beschrieben wurde.

Leider blieben die knisternden Gefühle ein wenig auf der Strecke und ich konnte es nicht ganz fühlen, woher die Anziehung kommen sollte. Auch der Kuss war für mich kein „Na Endlich!“- Moment.

Das Buch blieb bis zum Ende sehr ruhig und entspannt, hat wenig Drama drin und ein toller Fakt ist, dass man am 1. Oktober anfangen kann zu lesen und am 31.10. mit dem Buch fertig ist, wenn man jeden Tag ein Kapitel liest.
Als Bonus gibt es auf Patreon ein Kapitel aus Viktors Sicht. Das hätte gerne mit ins Buch gekonnt.
Obendrein bekommt man zu Beginn jedes Kapitels einen kleinen Textauszug aus Minas Monster Romance.

Das Buch lässt sich gut lesen, hätte aber mehr Romance enthalten dürfen, mehr Gefühle, mehr Knistern zwischen den Seiten, so dass es sich weniger zieht und ein bisschen mehr Humor und Schlagabtausch zwischen Viktor und Mina.

Teresa hat einen sehr guten Schreibstil und ihre Bücher lassen sich wunderbar lesen, daher wird es nicht der letzte Roman sein, den ich von ihr lesen werde.








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