Mittwoch, 14. Januar 2026

Mr. Mallow Blue

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Mr. Mallow Blue | Akaza Samamiya | Tokyopop Verlag | nicht abgeschlossen



Seit Aoi als Schüler gemobbt wurde, hat er sich zunehmend zurückgezogen und lebt heute als Einsiedler in einer zugemüllten Wohnung. Inzwischen ist er 27 Jahre alt und der nächste Supermarkt erscheint ihm wie das Ende der Welt. Als er dort seinem ehemaligen Mitschüler begegnet, der damals der Auslöser für seinen Rückzug war, bricht er endgültig zusammen und will seinem Leben ein Ende setzen. Doch plötzlich findet er sich im Körper der Highschool-Schülerin Sakura wieder. Diese hat mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und eckt in ihrem Umfeld mit ihrer Art an. Allein ihr Mitschüler Minazuki redet hin und wieder ein Wort mit ihr. Kann dieses übernatürliche Ereignis die Chance für einen Neustart sein oder sitzt der Schmerz zu tief?



Mr. Mallow Blue ist ein Manga, der viel mehr Aufmerksamkeit verdienen sollte, als er bekommt.
Die Geschichte dreht sich vor allem um Aoi, der sein Leben isoliert von der Welt verbringt und sein Leben vernachlässigt.
Der Manga spricht schon auf den ersten Seiten ernste Themen wie Mobbing, soziale Angst, Trauma und Depressionen an.
Themen, die auch im Alltag präsent sind und viel mehr Gehör geschenkt werden müssen.
Doch statt sein Leben weiter zu fristen, erwacht er im Körper einer High School Schülerin.
Keine Ahnung, wer oder wo er ist, hat er eine zweite Chance mit einem Leben bekommen und er erfährt Stück für Stück etwas über das Leben der Schülerin.
Die Schülerin Sakura hat dabei das Leben von Aoi übernommen. Beide haben die Möglichkeit neu anzufangen.

Der Manga geht dabei sehr respektvoll mit den sensiblen Themen um. Auch das Thema Körpertausch-Plot ist nichts Neues. Doch hierbei geht es nicht um Comedy, sondern um recht erwachsene Themen.
Die Geschichte hat dabei ein gutes Erzähltempo und die Charaktere wirken dabei nicht allzu kindlich, sondern sehr reif. Das Trauma wird nicht einfach mit einem positiven Satz beendet und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen.
Hierbei wird Veränderung langsam sichtbar.

Zeichnerisch ist der Manga auch sehr schön gemacht. Die Panels sind gut ausgearbeitet und die Farbseiten passen perfekt, sind nicht zu bunt und zu schrill gemacht, sondern in angenehmen Pastelltönen.

Mr. Mallow Blue ist kein leichter Manga, aber er hinterlässt Eindruck, zeigt, was Mobbing anrichten kann und wie schwer Vertrauen fällt. Er zeigt, dass Heilung kein gradliniger Prozess ist, sondern mit Höhen, Tiefen, Rückschlägen und mit vielen Konflikten verbunden ist. Er zeigt auch, dass andere ebenfalls tiefen Schmerz in sich tragen und leiden können.

Auch seitentechnisch ist er dicker als ein herkömmlicher Manga aus dem Verlag und leider erscheint er nur unregelmäßig. Es dauert immer bis der nächste Band erscheint.

Ich würde mir für diesen Manga mehr Präsens und häufigere Erscheinungstermine wünschen.

Für mich ist die Reihe eine klare Leseempfehlung.

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