Ehrlich gesagt: Manchmal fühlt es sich wirklich so an, als wäre der Akku nicht nur leer, sondern als hätte jemand ihn komplett ausgebaut und in den Sondermüll gepackt.
Du wachst auf und merkst schon: Heute ist kein guter Tag. Du willst die Decke nur wieder über den Kopf ziehen, weiterschlafen und den Tag einfach Tag sein lassen.
Das Leben ist schnelllebiger geworden.
Immer up to Date sein, die Welt mit einem gesunden Life-Style retten, gesund Leben, Termine einhalten, soziale Kontakte pflegen, arbeiten und zu wenig Zeit für sich selbst.
Der Spagat zwischen im Alltag abliefern und genug Energie für sich selbst ist oft unglaublich schwer. Vor allem, wenn man in Social Media sieht, wie die Lieblingsperson es wieder schafft ins Fitnessstudio zu gehen, Yoga macht oder fancy Ausflüge zeigt.
Der Vergleich ist damit schnell gemacht, was andere liefern können.
Dazu kommt die Motivation, die einfach „Nö“ sagt.
Es ist nicht so, dass du keine Ideen hast oder deine Themen nicht liebst. Es ist das Gefühl, dass der Algorythmus hinter dir steht mit der Peitsche.
Es ist einfach das Gefühl, dass sämtliche Energien aufgebraucht sind.
Egal, ob Winterdepression oder einfach ein kleiner Burn out, weil man zu viel gemacht hat.
Hier sind Dinge, die mir helfen, wenn die Durazellbatterien mal wieder aufgeladen werden müssen.
Senke deinen Anspruch für einen Tag
Heute muss nicht alles perfekt sein. Die Wohnung darf mal chaotisch aussehen, die Teller und die Wäsche dürfen auch am nächsten Tag gespült und gewaschen werden.
Das Essen darf mal eine Fertigpizza sein und du darfst auch mal nicht auf private Nachrichten reagieren.
Erledige maximal drei oder vier Dinge, die wirklich erledigt werden müssen und absolute Priorität haben?
Bewege dich ohne Leistungsziel
Achte einfach nicht auf Trackingziele, Schritte oder wie viele Kalorien du verbrannt hast.
Mach Bewegung, weil es gut tut und nicht, wegen einer Leistung.
Gehe spazieren, schwimmen, aufs Laufpad oder aufs Fahrrad.
Bei Bewegung wird dein Gehirn besser durchblutet und mit mehr Sauerstoff versorgt, was klares Denken erleichtert. Gleichzeitig werden Stresshormone wie Cortisol abgebaut und stimmungsaufhellende Botenstoffe wie Dopamin und Endorphine ausgeschüttet. Dadurch wird Grübeln leiser, dein Nervensystem reguliert sich und der Kopf fühlt sich spürbar freier an.
Räume nur eine Sache auf
Nicht die ganze Wohnung. Nur einen kleinen Bereich, wie den Schreibtisch, Wohnzimmertisch, die Küche oder den Wäschekorb wegsortieren.
Ordnung in einem kleinen Bereich bringt mentale Ruhe.
Raus aus der eigenen Bubble
Wenn ich müde bin, hilft mir eins am meisten: Social-Media. Kein Vergleich. Kein Scroll-Sog.
Stattdessen such dir Themen, die fernab dessen sind. Besuche eine Comedy Show, eine Ausstellung, schau dir etwas „leichtes“ an.
Iss regelmäßig und trink genug
Es klingt banal, aber simply is best.
Unterzucker, Dehydrierung und unregelmäßiges Essen fühlen sich oft wie mentale Erschöpfung an. Bevor du dein Leben analysierst: Trink ein Glas Wasser. Iss etwas.
Erlaube dir 30 Minuten Reizfreiheit
Kein Handy. Kein Streaming. Kein Input.
Das Gehirn kann so viele Informationen nicht auf Dauer verkraften und verarbeiten.
Soziale Kontakte dosieren
Nicht jede Nachricht muss sofort beantwortet werden. Nicht jedes Treffen muss stattfinden.
Qualität vor Quantität.
Manchmal ist ein ehrliches „Heute schaffe ich das nicht“ mehr Wert als jedes Treffen.
Hinterfrage deinen inneren Vergleich
Wenn du dich müde fühlst und gleichzeitig andere scheinbar alles schaffen, erinnere dich:
Du siehst Highlights. Momente, die vielleicht vor Tagen bereits aufgenommen worden sind und nicht den echten Augenblick zeigen.
Vergleich ist ein Energieräuber.
Schlaf ist keine Schwäche
Manchmal ist fehlende Energie auch durch Schlaf bedingt. Schlechter Schlaf und wir haben das Gefühl nur Watte im Kopf zu haben. Es senkt die Konzentration, schlägt auf die Stimmung und verstärkt negative Gedanken.
Power Nap oder früher schlafen gehen, können helfen die Energie wieder hoch zufahren.
Sprich aus, dass du erschöpft bist
„Ich bin gerade ziemlich müde.“
„Ich merke, dass ich ausgelaugt bin.“
Allein das Benennen reduziert inneren Druck. Solange Erschöpfung nur im Kopf bleibt, arbeitet sie gegen dich. Sobald du sie aussprichst, wird sie greifbar und damit handhabbar.
Du musst nicht immer leistungsfähig wirken.




Ein extrem wichtiger Beitrag. Danke, dass du auch solche Themen ansprichst.
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