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Oakfell Autumn Nights | Mimi Heeger | Moon Notes Verlag | 16,00 € | 978-3969760895 | 352 Seiten
Everlee liebt den Herbst, die Traditionen ihrer gemütlichen Heimatstadt Oakfell und das charmante Chaos ihrer Familie, in deren Tierarztpraxis sie neben dem Studium arbeitet. Und sie liebte Cooper Sinclair. Den Jungen von nebenan, mit dem sie aufgewachsen ist – und der ihr das Herz gebrochen hat, als er wegging, ohne dass sie ihm sagen konnte, was sie wirklich für ihn empfindet. Als Cooper nach vier Jahren unerwartet vor ihr steht, ist die gefährlich vertraute Nähe sofort wieder da. Und während sich die verträumte Kleinstadt zwischen leuchtenden Kürbislaternen und duftendem Apfelcider auf die Oakfell Autumn Nights vorbereitet, müssen Cooper und Everlee entscheiden, ob sie mehr sind als beste Freunde.
Childhood Friends to Lovers?
Hold my SuB!
Ich bin ein Fan von diesem Trop und finde nur selten Bücher, die mir genau dieses supersüße Thema aufgreifen und umsetzen können.
„Oakfell Autumn Nights“ hat eine so schöne Liebesgeschichte mit Herzschmerz und zwei besten Freunden, die einfach füreinander geschaffen sind.
Die ganze Zeit beim Lesen war es wie rosa Zuckerwattewolken und gleichzeitig so traurig die Geschichte von Cooper und Everlee zu lesen.
Die beiden haben ein beschissenes Timing miteinander und müssten eigentlich nur mal richtig kommunizieren. Aber wie das so ist, traut sich keiner so richtig die Wahrheit auszusprechen, dass sie mehr als freundschaftliche Gefühle füreinander haben und das seit vielen, vielen Jahren.
Dazu kommen die Rückblenden aus der Sicht von Cooper und Everlee, wie sie zusammen groß geworden sind, füreinander da waren, sich das erste Mal geküsst und andere intime Momente geteilt haben. Ihre Verbindung ist einzigartig. Sie vertrauen sich eigentlich blind.
Die Rückblenden haben ihre gemeinsame Vergangenheit nur vertieft und auch gezeigt, wie Cooper Everlee das Herz gebrochen hat. Es hat die ganze Geschichte, die Verletzbarkeit und die Gefühle mehr Tiefe gegeben, als nur zu erzählen zu erzählen, was passiert ist.
Eigentlich schreit das ganze Universum: Ihr zwei = Love Forever.
Nur die zwei kriegen es nicht auf die Kette das endlich hinzubekommen.
Beide Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich konnte jeden Selbstzweifel nachvollziehen und die Gründe, wieso sie es dem anderen nicht gesagt haben.
Ihre Geschichte zu lesen und wie lange sie eigentlich schon ineinander verliebt sind, war einfach wunderbar.
Everlees Familie ist groß und ich mag das familiäre Chaos, was dort herrscht. Vor allem die Tatsache, dass ihre Familie eine Tierarztpraxis im eigenen Haus haben und darunter Menschen behandeln, weil Coopers Dad sich mehr in eine andere Richtung spezialisiert hat und als Allgemeinmediziner nicht wirklich gute Arbeit leistet.
Ein Mensch ist auch nur ein großer Hamster oder so ähnlich.
Coopers Gedanken sind auch immer wieder schön zu lesen, seine Unsicherheiten und die Erwartungshaltung seiner Eltern, seiner Freundin von der er eigentlich genug hat und selbst merkt, dass ihre und seine Vorstellung nicht zusammen passen.
Das ist aber auch ein Punkt, wo ich mir von ihm mehr Direktheit gewünscht hätte. Er hätte mehr Klarheit einbringen müssen, sowohl Everlee als auch seiner Freundin gegenüber, dass er die Beziehung nicht mehr will.
Für ihn hätte ich mir dabei auch mehr Entwicklung mit seiner Familie gewünscht. Ich hatte das Gefühl am Ende ist der Herzinfarkt und auch die kühle Art, wie seine Familie mit ihm umgeht, sehr hinten weg gefallen. Ich hatte das Gefühl, es war am Anfang wichtig zu erwähnen, dass sein Vater im Krankenhaus ist, damit Cooper zurück kommt nach Oakfell und auch die Praxis übernimmt, aber hätte mir gerne damit mehr Inhalt gewünscht, vielleicht auch den Druck, den er hat.
Beim großen Streitgespräch zwischen Cooper und Everlee fand ich gut, dass auch er angesprochen hat, dass er über Everlees jahrelange Lüge, sie würde nur Freundschaft empfinden, verletzt ist. Das zeigt vor allem, dass beide ihren Teil dazu beigetragen haben, dass es bisher nicht funktioniert hat und es immer zwei gibt, die zu Missverständnissen beitragen.
Das Happy End könnte schöner nicht sein und ich habe das Gefühl, dass das Universum im Buch ein Stückchen grade gerückt wurde. Es ist so ein schönes Ende, dass man einfach dahinschmelzen möchte!
Kann ich das jetzt bitte auch als cozy Romance Film oder Serie haben? Das kann ich mir nämlich sehr gut vorstellen!
Die Geschichte zeigt von Beginn an, wo es hingesehen soll und das finde ich hier absolut nicht schlimm. Im Gegenteil. Es ist eine so schöne, herzerwärmende Liebesgeschichte, die für wunderbare Lesestunden sorgt und mal etwas anderes bietet als Haters to Lovers oder Forbidden Love.
Der Schreibstil von Mimi Heeger ist dabei sehr angenehm und ich werde die Autorin näher verfolgen, um vielleicht weitere Schätze von ihr lesen zu können.
Also ganz klarer Lesetipp!

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