
Black Bird Academy - Liebe den Tod | Stella Tack | Penhaligon Verlag | 17,00 € | ISBN 978-3764532840 | 752 Seiten
Nach dem dramatischen Ende der Exorzisten-Wettkämpfe in London muss Leaf die Flucht ergreifen. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern taucht sie in Tokio unter. Dort stößt sie schließlich auf eine Untergrundbewegung aus Menschen und Dämonen, die ihre Sicht auf die Welt völlig auf den Kopf stellen. Während Leaf gegen die Dunkelheit ringt, die das letzte Stück ihrer Menschlichkeit zu verschlingen droht, entbrennt der Krieg der Exorzisten: Soll sie um Macht kämpfen oder für das Leben derer, die sie liebt? Eine falsche Entscheidung könnte den Untergang der Welt bedeuten …
Das große Finale der „Black Bird Academy“ hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen.
Das Buch ist durch viele Aktion und Spannung in keinem Fall langweilig und wie in den vorherigen Bänden ist der Schreibstil von Stella Tack absolut großartig.
Vor allem die humorvollen Passagen haben in vielen Momenten die Stimmung gelockert.
Jedoch gab es viele Stellen, die die Geschichte sehr langatmig gemacht haben.
Ich hatte oft das Gefühl, dass das Buch zu überfüllt war und zu viele Orte, Charaktere und zu viele Perspektiven aufgetaucht sind.
Es war zu schnell und zu viel, zu viele Handlungsstränge, die nebeneinander laufen und am Ende auf ein Ziel hinsteuern.
Ich hätte mir gewünscht, dass es dann lieber eine längere Reihe wird mit ein, zwei oder drei Bänden mehr, statt alles in ein Buch zu pressen.
Dazu driftete es auch sehr Richtung Reverse Harem ab. Love Triangle war in den vorherigen Bänden eine Sache, aber jetzt kam noch mehr dazu und das war mir persönlich dann zu viel des Guten.
Auch kam Spice an einigen Stellen vor, wo ich dachte, das könnte unpassender nicht sein.
Das Ende hätte der Reihe hätte ich vor allem nicht so erwartet und ich weiß nicht, ob es passend ist oder es mich unzufrieden macht.
Es fühlte sich nicht nach dem an, was ich mir auch irgendwie erhofft hatte. Vor allem auch danach, als könnte es weiter gehen.
Auch wirkte der Endkampf schnell abgehandelt, so dass es für mich ein unbefriedigendes Gefühl gab.
Es blieben für mich viele Fragen offen und ungeklärt.
Die Reihe ist zwar abgeschlossen, wirkt aber auf mich, als würde die Autorin es sich offen halten, vielleicht eine Fortsetzung zu schreiben.
Auch die Entwicklung einiger Charaktere war für mich zwar nachvollziehbar, hat mir persönlich aber nicht gefallen.
Stella Tack nimmt in diesem Buch – wie auch in den vorherigen Bänden – kein Blatt vor den Mund und beschreibt nicht nur die Kämpfe ausführlich, sondern auch Demütigungen, Folter und andere Dinge, die den Charakteren widerfahren.
Im Großen und Ganzen kann der Band überzeugen, hinterlässt aber als großer Finaler Band zu viele Fragen offen und mit dem Ende einen bitteren Beigeschmack.
Die Welt, die Stella Tack geschaffen hat, hat unglaublich viel Potenzial und hätte meiner Meinung nach mehr Bände verdient, um sie ausreichend auszuschöpfen.

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