
Black Dagger Legacy - Tanz des Blutes | J. R. Ward | Heyne Verlag | ISBN 978-3641206246 | 545 Seiten | 9,99 €
Ein tragischer Schicksalsschlag machte den jungen Vampirkrieger Axe zu einem melancholischen Einzelgänger. Nun setzt er alles daran, in die Bruderschaft der BLACK DAGGER aufgenommen zu werden, denn nur im Kampf gegen die Lesser, so glaubt er, kann er seinem Leben einen neuen Sinn verleihen. Das ändert sich an dem Tag, an dem er der Aristokratentochter Elise als Bodyguard zugeteilt wird und sich mehr und mehr zu der schönen Vampirin hingezogen fühlt. Doch gerade als sich die erotische Leidenschaft zwischen den beiden in Liebe zu verwandeln scheint, droht ein dunkles Geheimnis aus Axes Vergangenheit alles zu zerstören ...
„Black Dagger Legacy“ ist eine Spin off Reihe zur Hauptserie „Black Dagger“. Die Bände sollten zwischen den Hauptbüchern gelesen werden.
Kuss der Dämmerung (Story zwischen 26 und 27)
Tanz des Blutes (Story zwischen 28 und 29)
Zorn des Geliebten (Story zwischen 30 und 31)
Schwur des Kriegers (Story zwischen 33 und 34)
Ich bin ein großer Fan der Reihe und verfolge sie seit etwa zehn Jahren. Daher ist das Spin off ein muss. Vor allem wird nicht nur die Geschichte der Rekruten erzählt, sondern auch die Hauptstory mit weitergeführt, die relevante Informationen für die weiteren Bände beinhalten.
Das Buch spielt dabei aus der Sicht von einem der Rekruten, aber auch von einem der Brüder und dessen Shellan.
In diesem Fall von Rhage und Mary und Axe und Elise.
Das Buch ist im typischen Stil von J. R. Ward geschrieben und man ist direkt in der Handlung drin. Sie geizt nicht mit Action, Gefühlen und Erotik. Die Seiten fliegen nur so vorbei und das Buch ist schneller durchgelesen, als man denkt.
Dieser Band wirft dabei nicht nur einen Blick auf Rhage und Mary, wie es ihnen nach der Vereinigung weiter geht, sondern greift auch die angedeuteten Probleme auf, die in den vorherigen Bänden schon angekündigt wurden. Hier spitzen sie sich zu und auch, wenn ich mit dem Thema nur schwer etwas anfangen kann, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es zwischen Rhage und Mary aufkommt.
Ich habe Rhage nie als Typ dafür gesehen und weiß nicht, ob das notwendig ist eine Art 2.0 Love Story daraus zu machen, die ins Happy End Elterndasein übergeht.
Es darf – meiner persönlichen Meinung nach – auch Paare geben, die ohne Kinder glücklich sind.
Während also Rhage und Mary einen Nebenstrang mitbilden, geht es aber hauptsächlich um den Vampirkrieger Axe und Elise.
Axe kennt man schon aus dem ersten Legacy Band. Er ist im Trainingsprogramm der Bruderschaft und stammt aus ärmlichen Verhältnissen.
Hier wird sehr gut beschrieben, wie schwer ist Hoffnung los zu lassen und wie viel Trauma anrichten können. Axe kümmert sich wenig um sich selbst und ist auf einem Selbstzerstörungstrip.
Er hat nicht viel im Leben, außer die Kämpfe und Sex. Da er auch nicht viel Geld hat, nimmt er den Job als Bodyguard einer Vampiraristokratin an.
Elise stammt aus der Glymera und ihr Vater ist nach dem Tod ihrer Cousine (Handlung von Band 1) übermäßig besorgt um sie. Aus diesem Grund stellt er Axe ein, der sie überwachen soll. Im Haus herrscht zum Tod ihrer Cousine ein starkes Schweigen. Die Trauer wiegt schwer und hier greift die Autorin stark das Thema auf, wie wichtig Trauerbewältigung ist.
Elise ist dabei eine starke Persönlichkeit und kein verwöhntes Püppchen. Sie hat auch keine Vorurteile gegenüber Axe. Sie geht dabei ihren eigenen Weg und löst sich von den Traditionen der Vampir-Aristokratie und die Rolle der Frau, die eigentlich nur ein Schattendasein führen soll.
Es ist kein neues Schema, was J. R. Ward hier aufgreift. Ihre Buchreihe funktioniert genau darauf, doch die Art und Weise, wie alle Stränge immer wieder zusammen laufen, sie Probleme über Bücher hinweg Stück für Stück aufbaut, macht es so spannend, sie zu verfolgen und weiterzulesen.
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